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1.) Wissen, was einst Ausdruck der Vernunftnatur des Menschen war, wird zur
Ware.
Die Halbwertszeit des Wissens sinkt zunehmend: Abhängig
von der Branche ist die Verdopplung von Wissen keine
Sache mehr von Jahrzehnten, sondern von Jahren und
Monaten. Die Entwicklung geht einher mit einer stetig
wachsenden Spezialisierung von Unternehmen. Was
Unternehmen im globalen Wettbewerb unterscheidet
ist nicht mehr nur der Boden und Kapital, sondern
das Wissen der Mitarbeiter, das so genannte „Intellectual
Capital“.
2.) Medienkompetenz wird sich neben dem Lesen,
Schreiben und Rechnen als weitere Kulturtechnik
etablieren.
Medienkompetenz umfasst die Dimensionen Medienkritik,
Mediennutzung, Medienkunde und
Mediengestaltung. Mit der Ausbreitung des
Internets wird der kompetente Umgang mit Neuen Medien
immer wichtiger. Medienkompetenz wird daher als
die zentrale Schlüsselqualifikation bezeichnet,
um den Anforderungen und Herausforderungen, die
der gesellschaftliche Wandel mit sich bringt, entsprechen
zu können.
3.) Die betriebliche Triebkraft für E-Learning
wird in Zukunft nicht mehr die IT-Abteilung sondern
die Personalabteilung sein.
In der Vergangenheit war eine Vielzahl von E-Learning-Aktivitäten
technologiegesteuert. Indiz dafür ist, dass
in größeren Unternehmen häufig die
IT-Abteilung bei der Einführung computergestützter
Lernmethoden federführend war. E-Learning ist
jedoch keine besondere Technologie, sondern eine
besondere Lernmethode. Aus diesem Grund sehe ich
die Verantwortlichkeiten für E-Learning im
Unternehmen eindeutig in den Abteilungen, die auch
bisher für die Aus- und Weiterbildung zuständig
waren: die Personalabteilung.
4.) E-Learning wird auch in Zukunft ein wichtiger
Bestandteil des betrieblichen Wissensmanagement
bleiben.
In der Vergangenheit wurden die Ansätze Wissensmanagement
und E-Learning häufig voneinander getrennt betrachtet.
So wurden Lernprozesse die informell stattfinden
und auf kommunikativen Austausch zwischen verschiedenen
Rollenträgern einer Unternehmung beruhen, als Wissensmanagement
bezeichnet, während unter E-Learning formelle Lernprozesse
via Neuer Medien verstanden wurden. Nach meiner
Auffassung ist Wissensmanagement ein übergeordnetes
Management-Konzept, welches die Fahrtrichtung eines
Unternehmens bestimmt. E-Learning ist eine spezielle
Methode, mit der Wissensmanagement unterstützt werden
kann.
5.) Das selbstgesteuerte Lernen wird für heutige
und nachfolgende Generationen ein Selbstverständnis
sein.
E-Learning-Projekte sind häufig an der mangelnden
Akzeptanz bei den Lernenden gescheitert. Grund dafür
ist, dass E-Learning hohe Anforderungen an die Lernkompetenz
der Lernenden stellt, die gerade bei älteren Personen
nicht unbedingt gegeben ist. Mit der Ausbreitung
moderner IuK-Technologien, sind der globale kommunikative
Austausch zwischen Individuen und die selbstgesteuerte
Informationssuche (z.B. via www) eine Selbstverständlichkeit
geworden. Aus diesem Grund sind gerade die Generationen,
die mit diesen Technologien aufgewachsen sind, besonders
empfänglich für E-Learning.
6.) Die Modularisierung und Austauschbarkeit
von Content wird immer wichtiger, wodurch auch
die Notwendigkeit für einheitliche Standards gegeben
ist.
Aus Unternehmersicht wird es entscheidend sein, ob sich E-Learning gegenüber dem
Präsenzunterricht als kostengünstiger erweist oder
nicht. Es können jedoch nur dann Kosten gespart
werden, wenn Inhalte nicht ständig neu produziert
werden müssen, sondern wiederverwendbar und in verschiedenen
Kontexten eingesetzbar sind. Voraussetzung dafür
ist, dass Inhalte modularisierbar und auf Grund
von Standardisierungen (z.B. SCORM, IMC, LOM …)
austauschbar sind. Die Debatten um diese Standards
sind demnach entscheidend für den ökonomischen Erfolg
von E-Learning.
7.) E-Learning wird einen erheblichen Beitrag
zur Bildung von Unternehmensidentitäten leisten
und im Gegenzug dazu auf die Eingliederung in
Prozesse der internen Unternehmenskommunikation
angewiesen sein.
E-Learning-Inhalte können so angepasst werden, dass Fallbeispiele, Fragen, Hintergründe
etc. auf das jeweilige Unternehmen zugeschnitten
sind. Damit kann E-Learning einen entscheidenden
Beitrag zur Bildung und Festigung der Unternehmensphilosophie,
in den Köpfen der Mitarbeiter, leisten. Voraussetzung
ist jedoch, dass solche Projekte auch immer von
Maßnahmen der internen Kommunikation begleitet werden,
um die Mitarbeiter auf diese neuen Lernformen vorzubereiten
(z.B. Beiträge in Unternehmenszeitung, Newsletter,
Flyer).
... weitere Thesen folgen in Kürze ...
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